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Referat rudolf joss.doc

Schulmedizin und Alternativmedizin – Die Sicht der Schulmedizin

Prof. Dr. Rudolf Joss, Luzern

„Natural-born killers“ – so titelte kürzlich die angesehene Zeitschrift Nature Medicine einen
Beitrag über Phytotherapie. Steve Bechler, ein Baseball-Spieler der Baltimore Orioles hatte mit
Hilfe sogenannter „herbal supplements“, also mit pflanzlichen Nahrungsmittelzusätzen versucht,
sein Gewicht zu reduzieren. Während eines Spiels brach er am 16. Februar 2003 zusammen
und verstarb einige Stunden später. Die gerichtsmedizinische Untersuchung führte den Tod auf
das Ephedra-haltige Phytotherapeutikum zurück. Ephedra -haltige Produkte werden gegen
Übergewicht, Asthma und für verbesserte körperliche Leistungsfähigkeit angepriesen. Ephedra
bzw. Ephedrin kann zu Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt, Krampf- und Schlaganfällen führen.
Ephedra-haltige Phytotherapeutika stellen einen riesigen Markt dar, der in den USA auf 1.5
Milliarden US$ geschätzt wird (1).
Der tragische Tod dieses jungen Mannes wirft zahlreiche Fragen auf, denen nachfolgend etwas
vertieft aus der Sicht des Schulmediziners nachgegangen werden soll.
1. Allgemeine Bemerkungen zur Komplementär- und Alternativmedizin

Warum nimmt ein junger 23-jähriger Athlet unkontrolliert ein Phytotherapeutikum ein, das ganz
offensichtlich alles andere als harmlos ist? Wie kommt er überhaupt auf dieses Produkt? Warum
kann dieser junge Mann dieses Phytotherapeutikum problemlos einkaufen? Wer garantiert für
die Sicherheit des Konsumenten bei diesen Produkten?
Solche und ähnliche Fragen stellen sich angesichts einer solchen Tragödie und rechtfertigen die
Auseinandersetzung mit Fragen rund um die Komplementär- und Alternativmedizin. Vier Punkte
bedürfen einer vertieften Betrachtung:
1. Popularität: paramedizinische Heilverfahren werden dank Mund-zu-Mund-Propaganda,
geschicktem Marketing in Zeitungen und im Internet zunehmend populärer. Gegenwärtig sucht
rund ein Drittel aller Patienten nebst dem Schulmediziner/Arzt noch einen alternativ- oder
komplementärmedizinischen Praktiker auf (2). Bei Krebs- und HIV-Patienten werden Alternativ-
und Komplementärmedizin noch häufiger angewandt: 50 - 80 % dieser Patienten haben zu
irgendeinem Zeitpunkt ihres Krankheitsverlaufes Kontakt mit alternativen Heilanwendungen.
2. Wirksamkeit und Sicherheit (Traditionelle Medizin – westliche Medizin): viele der soge-
nannten komplementär- und alternativmedizinischen Verfahren stammen aus Ländern, in denen
die medizinische Versorgung auf „traditionellen“ Heilverfahren beruht. Sobald diese Verfahren in
westliche Industrieländer importiert werden, werden diese Verfahren zu komplementär- und
alternativmedizinischen Verfahren. Der Grund für diese „Metamorphose“ liegt in der Tatsache,
dass der Wirksamkeits- und Sicherheitsnachweis nach den Masstäben der modernen
westlichen Medizin für diese Verfahen bisher nicht erbracht wurde.
3. Geschäft: in Amerika werden jährlich 27 Milliarden US$ für komplementär- und alternativ-
medizinische Verfahren durch die Konsumenten selbst bezahlt und das 1992 gegründete Office
of Alternative Medicine des National Institute of Health, heute National Center for Complementary
and Alternative Medicine (NCCAM) genannt, welches vom Kongress den Auftrag erhielt, die
Wirksamkeit und Sicherheit der komplementär- und alternativmedizinischen Verfahren zu
untersuchen, verfügt gegenwärtig über ein Budget von rund 100 Millionen US$ (3).
4. Pflichtleistung der schweizerischen Krankenkassen: seit 1999 gelten in der Schweiz
die Phytotherapie, die Neuraltherapie, die Homöopathie, die anthroposophische Medizin und die
traditionelle chinesische Medizin als provisorische Pflichtleistungen der Krankenkassen.
Zusammenfassend gibt es also gesellschaftliche, wissenschaftliche, ethische und oekonomische
Gründe, welche für eine vertiefte Betrachtung der Komplementär- und Alternativmedizin
sprechen.
2. Definition von Komplementär- und Alternativmedizin

Komplementär- und Alternativmedizin sind schlecht definiert. Dies zeigt bereits die Tatsache,
dass das, was wir heute als Komplementär- und Alternativmedizin bezeichnen, noch vor wenigen
Jahren anders hiess: Erfahrungsmedizin in den 70-er Jahren, Paramedizin in den 80-er Jahren,
Methoden ohne nachgewiesene Wirkung ("unproven methods") in den 90-er Jahren und heute
Komplementär- und Alternativmedizin, auch Ganzheitsmedizin.
Das National Center for Complementary and Alternative Medicine NCCAM definiert komple-
mentär- und alternativmedizinische Therapien als Behandlungen, die anstatt („alternativ“) oder
zusätzlich („komplementär“) zu einer konventionellen, etablierten Therapie durchgeführt werden.
Eine Behandlung gilt dann als etabliert, wenn die klinische Wirksamkeit in prospektiven
randomisierten Studien zweifelsfrei belegt ist oder ein biologisches Rationale die Behandlung
als sinnvoll erscheinen lässt.
Im Rahmen dieser Ausführungen sollen etwas praxisnaher unter Komplementär- und Alter-
nativmedizin diagnostische und therapeutische Verfahren verstanden werden, die folgende
allgemeine Merkmale aufweisen:
• Die Verfahren haben keine wissenschaftliche/naturwissenschaftliche Basis (wohl aber häufig
• Sie sind weder vorklinisch noch klinisch bezüglich der Wirkungen und Nebenwirkungen • Ihre Erfolge sind weder mit den üblichen statistischen Methoden noch mit anderen objektiven Kriterien belegt. Die Erfolgsbeurteilung stützt sich häufig auf subjektive Erfahrungen am einzelnen Patienten – daher auch die Bezeichnung „Erfahrungsmedizin“. • Die komplementärmedizinischen Behandlungen werden als Ergänzung oder Erweiterung der Schulmedizin angepriesen und sollen die ungünstigen Wirkungen schulmedizinischer Therapien lindern. Allen alternativ-medizinischen Verfahren ist gemeinsam, dass sie auf einem Axiom beruhen, d.h. auf einem keines Beweises bedürfenden Grundsatzes, und nicht in üblicher Weise re-produzierbar sind. Oft erkennt man paramedizinische Verfahren im Alltag auch an folgenden Eigenschaften: • Emotionaler oder magischer Appell: „natürlich“, „biologisch“, „ganzheitlich“, „alternativ“ etc. • Entdeckung im Alleingang durch einen Erfinder • Ankündigung der Entdeckung erfolgt in den Medien und nicht über die üblichen Kanäle der • Produkte häufig biologisch oder chemisch schlecht definiert • Verfahren haben keine Kontraindikationen und keine Nebenwirkungen • Verfahren bei vielen Krankheiten und in allen Krankheits-Stadien wirksam • Erfolge durch Mund-zu-Mund-Propaganda/Empfehlungsschreiben geheilter Patienten ver-
3. Wirksamkeitsnachweis von Heilverfahren

Damit eine medizinische Leistung in der Schweiz in den Leistungskatalog der Grundversiche-
rung aufgenommen wird, muss deren Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit
erwiesen sein. Dieser Wirksamkeitsnachweis war zum Zeitpunkt der Aufnahme der fünf er-
wähnten komplementär- und alternativ-medzinischen Heilverfahen in den Leistungskatalog der
Grundversicherungen in keinem Fall erbracht und soll bis zum Ende des Jahres 2005 vorliegen.
Der Nachweis der Wirksamkeit muss klar und eindeutig erbracht werden. Die Wirksamkeit eines
Heilverfahrens kann grundsätzlich in einer klinischen Prüfung gezeigt werden, wenn eine der
folgenden Wirkungen unzweifelhaft belegt werden kann (dies gilt vor allem auch für Heilverfahren
bei Krebskrankheiten):
Verlängerung der Überlebenszeit: kann in der Regel nur in prospektiven, randomisierten
Verlängerung der Zeit bis zum Therapieversagen (im Angelsächsischen "time-to-treat-
ment failure") bzw. der tumorfreien Überlebenszeit (im Angelsächsischen "disease-free
survival"): kann in der Regel ebenfalls nur in prospektiven, randomisierten klinischen Studien
demonstriert werden.
• Signifikante Erhöhung der Rate an dauerhaften kompletten Remissionen (Heilungen)
Verbesserung Krankheits-bedingter Symptome (z. Bsp. Reduktion des Transfusionsbe-
darfs und der Infekt-Häufigkeit bei Haarzell-Leukämie-Patienten unter der Behandlung mit
alpha-Interferon) oder der Lebensqualität (die Messung der Lebensqualität setzt die Be-
nutzung validierter Instrumente voraus!).
Welcher Endpunkt zum Nachweis der Wirksamkeit eines neuen Medikamentes verwendet wird, hängt von der entsprechenden klinischen Situation ab (4). In aller Regel wird der Wirk-samkeitsnachweis in einer prospektiven, randomisierten Studie mit genügend grossen Fall-zahlen und einer korrekten statistischen Auswertung erbracht (5) Von allen Vertretern alternativer Verfahren wird immer wieder argumentiert, dass die wissen-schaftliche Medizin nicht bereit sei, ihre Erfolge zur Kenntnis zu nehmen und ihre Methode wissenschaftlich zu prüfen. Hierzu ist zu sagen, dass der einwandfreie Wirkungsnachweis vom Erfinder/Promotor einer bestimmten Behandlung mit den hierfür zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Methoden erbracht werden muss. Erst wenn dieser Nachweis sauber gelingt und bei kritischer Evaluation eine Wirkung vermutet werden kann, ist die wissenschaftliche
Medizin verpflichtet, bestätigende Untersuchungen durchzuführen.
4. Formen der Komplementär- und Alternativmedizin

Es gibt eine grosse Vielzahl alternativ- oder komplementärmedizinischer Verfahren, die bei-
spielsweise wie folgt gruppiert werden können:
• Verfahren mit medizinischem Gesamtkonzept/medizinischer Philosophie z. Bsp. Mistelex-
• Ernährungstheorien und Diäten, z.Bsp. die Krebskur -Total nach Breuss • Steigerung der Immunabwehr, z.Bsp. Frischzellentherapie nach Niehans, Thymusextrakte, Killerzellen nach Prof. Klehr, NeyTumorin® etc. • Beeinflussung des Zellstoffwechsel, z.B. Stimulation der aeroben Phosphorylierung, Ozonthe- rapie, die Sauerstoff-Krebs-Mehrschritttherapie von Ardenne, intrazelluläre Hyperthermie-Therapie mit DNP etc. • Psyche und Krebs, z. Bsp. die aktive Imaginationstherapie von Simonton • Einzelmittel, z.Bsp. Laetrile, Wobe-Mugos, Carnivoren-Extrakt, hochdosiertes Vitamin C etc. • Energetische Verfahren: Biofeld-Therapien (Gi gong, Reiki, therapeutische Berührung) und • Varia, z. Bsp. Erdstrahlen, Fussreflexzonenmassage, Pendeln etc.
Ein hilfreicher Führer im Dschungel der verschiedenen komplementär- und alternativmedizi-
nischen Verfahren stellt das Buch von Edzard Ernst dar (6). Auch verschiedene Internet-Ad-
ressen sind sehr hilfreich bei der Beurteilung komplementär- und alternativmedizinischer
Verfahren (siehe Anhang 1).
5. Attraktivität und Gründe für den Einsatz von Komplementär- und Alternativmedizin

Bereits eingangs wurde auf den häufigen Gebrauch komplementär- und alternativ-medizinischer
Verfahren hingewiesen. In der Schweiz wissen wir auf Grund verschiedener Umfragen, dass 44 -
52 % der Krebskranken eine komplementärmedizinische Methode anwenden bzw. einmal
angewandt haben (7, 8). In der Regel sind es
• jüngere Patienten zwischen 30 - 50 Jahre (9)
• mit höherer Bildung (Trend zu „Links und Grün“) (10) • Deutsch > Französich > Italienisch • in den USA: Weisse, europäische Einwanderer Was macht nun die alternativ- oder komplementärmedizinischen Verfahren für Patienten und ihre Angehörige so attraktiv? Es gibt verschiedene Gründe: • der Patient kann aktiv etwas gegen seine Krankheit tun • die meisten Verfahren versprechen Wirkung, aber keine Nebenwirkungen, sind also „sanft und • die Verfahren sind in der Regel einleuchtend – eine Ursache – eine Heilmethode, z. Bsp. den Krebs aushungern, den Tumor von innen heraus verbrennen (Ganzkörperhyperthermie), das psychische Gleichgewicht wieder herstellen • die Therapie wird als der grosse Durchbruch angekündigt (Galilei-Trick, Verschwörung etc.) • die Methode wird laufend „angepasst“ (Überprüfung unmöglich, Misserfolge werden so für den • Scheintitel (Prof. Klehr etc.) Die Konsumenten komplementär- und alternativmedizinischer Verfahren geben folgende Gründe für den Einsatz eines solchen Heilverfahrens an (8):
Zusammenfassend stellt der wichtigste Grund für die Attraktivität von Komplementär- und
Alternativmedizin die Tatsache dar, dass der Patient aktiv etwas gegen seine Krankheit un-
ternehmen kann. Zudem beherrschen viele Heilpraktiker die Gesprächsführung mit Patienten
sehr gut.
6. Kosten der Komplementär- und Alternativmedizin

Im Zeitalter der explodierenden Gesundheitskosten stellt sich die Frage, wieviel Komple-
mentärmedizin kostet. Zuverlässige Zahlen zu dieser Frage sind schwierig zu eruieren. Gemäss
einer Untersuchung von McGinnis in den USA (12) wurden 1987 in den USA 4 x mehr Geld für
Komplementärmedizin als für Krebsforschung ausgegeben mit einer stolzen Summe von 12 Mia
U.S.$. 1981 erzielte Laetrile, eine damals hochaktuelles Krebsmedikament der Alternativmedizin
aus Aprikosenstein-Extrakt, einen Umsatz von 2 Mia U.S.$; im gleichen Zeitraum wurde für
Chemotherapie 0.2 Mia U.S.$ ausgegeben. Hauser extrapolierte für die Schweiz einen Markt
von 750 Mio Fr. und Umfragen zeigen, dass der Markt in der Schweiz für Medikamente der
Komplementärmedizin um 300 Mio Fr. beträgt. Wie bereits eingangs erwähnt werden
gegenwärtig in den USA jährlich 27 Milliarden US$ für komplementär- und alternativmedizinische
Verfahren durch die Konsumenten selbst bezahlt.
7. Nebenwirkungen und Gefahren von Komplementär- und Alternativmedizin

Die Nebenwirkungen und Gefahren der komplementär-medizinischen Verfahren werden nicht
selten verkannt. Oft wird angeführt, dass diese Verfahren harmlos und sanft sind und damit den
Patienten wenigstens kein Schaden entstehen würde, auch wenn es vielleicht nichts nütze. Dem
ist nicht immer so!
PC-SPES ist eine Mischung von 8 Kräutern, die von BotanicLab in Kalifornien hergestellt wurde.
Das Erstaunliche an diesem Produkt war, dass es in prospektiven Studien beim me-
tastasierenden Prostatakarzinom wirksam war (13). Allerdings wurde auch auf bedrohliche
Blutungen hingewiesen, welche man auf Phytocoumarine zurückführte (14). Schliesslich erschien
eine experimentelle Arbeit, welche zeigte, dass PC-SPES mit dem Spindelapparat der Zelle
interferiert, ähnlich den Taxanen (15). Leider zeigte die Überprüfung der Kräutermischung im
pharmakologischen Labor mittels HPLC, dass PC-SPES folgende wirksame Medikamente in
pharmakologischen Dosen enthielt:
• Diaethylstilboestrol DES
• Alprazolam Was bleibt übrig? Die Firma ist geschlossen worden, nachdem sie und ihre Mitläufer während Jahren Umsätze in 3-stelliger Millionenhöhe gemacht hatten, das Medikament illegal in der Schweiz vertrieben wurde und zahlreichste Patienten sehr viel Geld dafür ausgegeben hatten. Und einmal mehr bleibt das ungute Gefühl, dass hier wieder das Motto gegolten hat: "mundus vult decipi". Nebst diesen Betrügereien bergen komplementär- und alternativ-medizinische Heilverfahren weitere, vielleicht nicht so offensichtliche Gefahren (16): • Zunächst ist die wohl tragischste Situation zu erwähnen, wo Patienten wegen eines alternativ- medizinischen Verfahrens eine kurative Therapie ablehnen oder ihre Chance durch eine ungebührliche Verzögerung kompromittieren • Auch in Palliativsituationen kann eine Verzögerung zu einer Verschlechterung der Therapie- aussichten führen, z. Bsp. bei Krebskrankheiten, bei denen der Therapieerfolg von der initial vorhandenen Tumormasse abhängt. • Patienten können psychisch stark belastet werden, wenn eine spirituelle oder mentale Krebstherapie nicht den gewünschten Erfolg hat („ich habe die Übungen zu wenig/zu schlecht gemacht“ – Schuldgefühle) • Verschiedene Therapien haben direkte Nebenwirkungen (Frakturen bis Querschnitt bei Chiropraktik/Manipulationen an der Wirbelsäule, Fieber/allergische Reaktionen bis anaphylaktischer Schock unter Mistelextrakt (Iscador®), Zyanid-Intoxikation unter Laetrile, Nierensteine unter hochdosiertem Vitamin C, Rhabdomyolyse/Nierenversagen sowie toxische Hepatitis unter verschiedenen Kräutern, Quecksilber/Bleiintoxikationen etc.) • Verschiedene Therapien können indirekt toxisch wirken über einen veränderten Metabolismus von Medikamenten (Grapefruitsaft und verminderte Absorption von Calcium-Antagonisten, Guar-Gummi und verminderte Absorption von Digoxin, Induktion des Zytochrom P450 System in der Leber) • Psychosozialer Stress („eigentlich möchte ich gar nicht, aber meiner Familie zu liebe .“) • Schliesslich ist bei einer unspezifischen Immunstimulation durchaus denkbar, dass eine Stimulation des Tumorwachstums induziert wird, wie dies in Tiermodellen immer wieder gesehen wird.
8. Patienten-Information

Der Patient erwartet vom Arzt einen ehrlichen und fachmännischen Rat, aber keine Moral-
predigten. Mit anderen Worten soll man dem Patienten gegenüber darlegen, was man von
einzelnen Verfahren hält und sie auf mögliche Gefahren aufmerksam machen. Abschätzige
Bemerkungen sind fehl am Platz! Den Entscheid für oder gegen ein komplementär- oder al-
ternativmedizinisches Verfahren kann dem Patienten nicht abgenommen werden. Wir sollten
dem Patienten aber explizit sagen, dass ein allfälliger Entscheid für ein komplementär- oder
alternativmedizinisches Verfahren nichts an einer weiterhin optimalen und empathischen
Betreuung durch den Arzt ändert.
9. Ausblick

Die vorliegende Arbeit beleuchtet verschiedene Facetten der Komplementär- und Alternativ-
medizin aus der Sicht des Schulmediziners. Es bleibt zu hoffen, dass in Zukunft die Schulmedizin
nicht mehr gegen die Komplementär- und Alternativmedizin ausgespielt wird. Es gibt nicht zwei
Formen von Medizin – Schulmedizin und Alternativmedizin -, sondern nur medizinische
Verfahren, die seriös geprüft wurden und wirksam, sicher und wirtschaftlich sind. Dann spielt es
auch keine Rolle mehr, aus welcher Ecke die Behandlung kommt. Dass dies möglich ist zeigt
das „phytotherapeutische Armamentarium“(Vinca-Alkaloide, Podophyllotoxine, Taxane,
Anthrazykline etc.), der medizinischen Onkologie, in der bereits seit Jahrzehnten Medikamente,
welche aus Pflanzen isoliert wurden, zum Segen der Patienten eingesetzt werden.
Informationen über komplementär- und alternativmedizinische Verfahren
im Internet

www.nccam.nih.gov/
www.ncahf.org
www.quackwatch.org
www.geocities.com/healthbase/anti_quack_sites.html
www.asco.org
www.cancer.org
www.cancerbacup.org.uk/
www.herbalwatch.com
www.healthwatcher.net
Referenzen

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Source: http://www.hauszumdolder.ch/docs/03_02_Rudolf_Joss.pdf

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